Selbstverständnis

Wir sind der Arbeitskreis kritischer Jurist*innen Köln, ein offen organisierter, basisdemokratischer Zusammenschluss von vielseitig interessierten Studierenden.
Kritisch bedeutet für uns, dass wir einen alternativen Raum zum Diskutieren, Hinterfragen und Reflektieren schaffen. Zu diesem Zweck befassen wir uns sowohl innerhalb als auch außerhalb der Universität mit rechtlichen und gesellschaftlichen Themen.
Durch vielfältige Vorträge und Diskussionsrunden möchten wir uns weiterbilden und interdisziplinäre Kenntnisse fördern. Hierzu sind wir offen für die Vernetzung mit anderen Gruppen, die unsere grundlegenden Auffassungen teilen.
Wir sind der Überzeugung, dass Recht und Politik nicht isoliert voneinander zu betrachten sind. Durch die allgemeine Auffassung von Recht als neutralem Prozess, der zwingend zu Gerechtigkeit führt, werden gesellschaftliche Machtverhältnisse und die damit einhergehenden Ungerechtigkeiten reproduziert.
Im Gegensatz dazu vertreten wir die Ansicht, dass Recht vor allem ein soziales Konstrukt ist. Daher machen wir es uns zur Aufgabe bestehende Systeme zu hinterfragen
Dieses Verständnis ermöglicht eine positive Rechtsanwendung, die neue Perspektiven aufzeigt, um der Reproduktion entgegenzuwirken und für soziale Gerechtigkeit einzustehen.
Deshalb wenden wir uns gegen jegliche Form der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit, wie Rassismus, Sexismus, Antisemitismus, Homophobie und Transphobie. Wir verstehen uns als antifaschistisch und sind unabhängig von jeglicher Vereins- und Parteipoitik.
Wir halten es für notwendig, auch uns und unsere eigene Rolle in der Gesellschaft zu hinterfragen.
Wir möchten Mut machen, Gegebenheiten in Frage zu stellen und sich auch eigenständig zu engagieren.
Darüber hinaus dient die Gruppe dazu, sich gegenseitig zu unterstützen und gleichgesinnte Leute kennenzulernen.